Niedrige Renten knapp um das Existenzminimum herum, aber steigende Mieten: Senioren haben in den Ballungszentren und Großstädten ernste Probleme. Bald werden ältere Menschen sich keine Wohnungen in städtischen Gebieten mehr leisten können. Das Wirtschafts Magazin hat sich umgesehen.

Immobilien und Rentner, Beispiel München: Blick in die Zukunft?

Die Deutsche Wirtschaft wächst und wächst, Wohnen in den Städten wird immer teurer. Insbesondere München war in den letzten Monaten immer wieder in den Medien präsent: 22 Euro und mehr sollte die Miete pro Quadratmeter dort letztens noch betragen, also knapp 1000 Euro Kaltmiete für eine winzige Wohnung von 40 Quadratmetern. Wer kann sich das leisten, abgesehen von gut verdienenden Singles? Senioren nicht. Aber gerade sie sind auf den Wohnraum in den Städten angewiesen, profitieren vom öffentlichen Nahverkehr, von guter Infrastruktur, erreichbaren Ärzten und nahen Supermärkten. Die Durchschnittsrente liegt in Deutschland derzeit bei etwa 1400 Euro monatlich.

Wirtschafts Magazin fürchtet: Künftig Millionen Rentner in Wohnungsnot

Am Ende seines Lebens will niemand mehr umziehen. Die meisten Menschen wollen ihren Lebensabend verständlicherweise im gewohnten Umfeld und inmitten ihrer sozialen Nische erleben. Wenn sie künftig ihre Heimatstädte verlassen und als „soziale Migranten“ aufs Land ziehen müssen, wird das die Gesellschaft weiter verändern. Ob die Deutsche Wirtschaft davon profitieren wird? Eher nicht. Denn die soziale und demographische Durchmischung wird weiter abnehmen.