Immobilien sind rar und teuer, dabei boomt die Deutsche Wirtschaft. Was ist los in den Städten, die so reich sind? München geht neue Wege und appelliert an die Unternehmen, die gute Deutsche Wirtschaft zu nutzen, um in Werkswohnungen zu investieren. Das könnte die Luft aus der Wohnraumnot der Ballungszentren nehmen.

Unternehmen sollen eigene Grundstücke auf Potentiale prüfen

Das Wirtschafts Magazin beruft sich auf einen Bericht, der bei Haufe Ende Februar 2019 erschien: Die Stadt München forderte die Unternehmen auf, die eigenen Grundstücke genau zu überprüfen. Es solle festgestellt werden, ob es hier Potenzial für Wohnungsbau gäbe, so der Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Es könnte künftig möglich sein, dass die Stadt Unternehmen in der Ausweisung und der Genehmigung von Gewerben entgegenkomme, wenn es ein Konzept für Mitarbeiterwohnungen gäbe. Oberbürgermeister Reiter wünscht, dass die Firmen mit den Genossenschaften in München kooperieren oder vielleicht eigene Genossenschaften gründen. Eine Beschlussvorlage soll das Referat für Stadtplanung und Bauordnung noch vor der Sommerpause vorlegen.

Trend Mitarbeiterwohnen

Lange Zeit in Deutschland in Vergessenheit geraten, liegen Mitarbeiterwohnungen wieder im Trend. Und nicht nur die großen Konzerne bieten sie an, sondern auch Handwerksbetriebe, Hotelketten und kleinere Energieversorger sorgen längst in einzelnen Städten und Regionen für eine Entspannung der Immobilienmärkte. Die Stadtwerke in München können bereits eine entsprechende Initiative vorweisen: Hier soll die Anzahl der bislang 550 unternehmenseigenen Wohnungen auf mehr als 1050 erhöht werden. Insbesondere in der Anwerbung neuer Fach- und Führungskräfte sollen die Wohnungen den Firmen zum Vorteil gereichen. Bosch, Siemens, BASF und andere Betriebe verfolgen dieses Konzept schon länger, wie das Wirtschafts Magazin weiß. Die Deutsche Wirtschaft profitiert davon: Auch Fachkräfte und Spitzenkräfte aus dem Ausland können so angelockt werden.